Portishead

Im Sommer 2006 war ich für eine Tagung in Bristol und habe die Eröffnungsfeier ausgelassen, um mit dem Bus nach Portishead zu fahren. Die Busfahrt war abenteuerlich. Hügelige, kurvige Sträßchen zwischen Hecken. Portishead war dann ohne jeden Charme. Ich bin sehr lange am Meer entlang gewandert. Und später zu allem Überfluss auch noch an einer Straße. Bis zum Nachbarort, der etwas weniger trostlos und auch maritimer war.

Jetzt, anlässlich des neuen Albums von Portishead, fällt mir das wieder ein. Sowie auch die Überlegung von Sebastian und mir, dass die Musik von Portishead für uns damals eine Übertragung der HipHop-Ästhetik nach Europa war, europäischer HipHop. Im Rahmen des vom Groove erzeugten Raumes verweisen die Samples auf europäische Musiken und Beth Gibbons Gesang auf irgendetwas und alles eben auf die Melancholie.

Heute noch finde ich den New Yorker Konzertmitschnitt, in dem sich die Idee gut wiederfinden lässt (Orchester neben Plattenspieler usw.), sehr schön.

jochen, zuletzt bearbeitet am 28. April 2008 um 10:03

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