Kritik erschienen

In Groove Nr. 113 Juli/August 2008, S. 16, ist jetzt die erste Kritik zu Subjekte des Tracks erschienen. Christopher Strunz lobt zunächst: “Es gibt tatsächlich Texte, die abstrakt über House und Techno reflektieren, ohne ihrem Gegenstand die sinnliche Dimension zu nehmen. Solche Texte produziert Jochen Bonz (…). Auch in seinem neuen Buch … durchquert er Musik und Szene nicht wie ein Kulturbeauftragter, sondern als Fan in teilnehmender Beobachtung”. “Er versucht eine aktuelle Subkultur abzubilden, die neue Positionen außerhalb des üblichen Gegensatzes von Mainstream und ihn verneinendem Untergrund ermöglicht. Der Text ist darum nicht der hilflose Versuch, Subkultur im Kontext von House und Techno zu retten. Stattdessen will er sie gänzlich anders verorten.”
Zwei Kritikpunkte werden formuliert. “Statt Lacan pop-methodisch zu lesen, übernimmt er, trotz einleuchtender Erläuterungen der komplizierten theoretischen Begriffe, oft ein zu eins die Begriffe des französischen Theoretikers.” (Das sehe ich auch so.) Außerdem: es werde ein Subjekt postuliert, “das sich vom kritisierten Mainstream-Subkultur-Gegensatz kaum unterscheidet” und sich für fortschrittlich hält, weil es avancierte Tanzmusik hört, “ist”, wie Strunz schreibt. (Ich verstehe das nicht, habe aber den Eindruck, dass hier der Unterschied zwischen der allgemeinen Kultur unserer Zeit und der Kultur des Tracks vielleicht in der Realität nicht gesehen und jedenfalls auch in meinem Text vermisst wird. Dieses Thema beschäftigt mich auch. Allerdings denke ich nicht, dass die beiden identisch sind. Subjekte des Tracks versucht den Unterschied auch zu formulieren. Versucht.)
Hier schließt direkt der Schluß an: “Das ist im Kern der Streitpunkt, an dem heute ein Reden über Kultur und Subjekte des Tracks ansetzen könnte. Und es ist schön, dass sich endlich mal wieder jemand an das theoretische Aufarbeiten des Geschehens auf der Tanzfläche wagt. Mit lesenswertem Ergebnis.”

(Danke!)

admin, zuletzt bearbeitet am 27. Juni 2008 um 14:45

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