3:2

Als vor zwei Jahren der zuvor großartig spielende Miroslav Klose total durchhing - so wie jetzt wieder - tönte während eines Spiels  eine stadtbekannte Nachwuchs-Psychoanalytikerin aus der Stehplatzreihe hinter mir, wenn er zu ihr auf die Couch käme, würde alles wieder gut. (Hat er nicht gemacht, so viel ich weiss. Pech.) Und auch ich mache mir ab und zu Gedanken über die Rolle des  Unbewußten im Mannschaftsspiel. Nach der furchtbar enttäuschenden, miserabel gespielten 3:2-Niederlage Werder Bremens in Gladbach an diesem Samstag (ein 3:0 wäre dem Spiel angemessener gewesen) frage ich mich zum Beispiel, ob sich die Mannschaft bei ihren vermeintlichen Stars - Diego und Pizzaro, die in diesem Spiel zum ersten Mal gemeinsam auftraten - durch Leistungsverweigerung gerächt hat für ein Übermaß an Starrummel. Wenn an dieser Interpretation etwas  dran sein sollte, liesse sich damit die Hoffnung verbinden, dass die kommenden Spiele deutlich besser werden. Denn das wäre damit ja erledigt.

jochen, zuletzt bearbeitet am 1. September 2008 um 08:55

1 Kommentar »

  1. Sie wollte nicht nur ihn auf die Couch legen, sie wollte mit ihnen allen Gruppenpsychotherapie machen. Eine weibliche Variante des Hahn-im-Korb seins. Ich hatte mich gefragt, wie es werden würde, mit nun auf einmal zwei Stars, Diego und Pizarro. Aber jetzt gibt es auf einmal zwei Diegos und damit ist die Triangulierung ja gelungen.

    Comment von andrea — 5. Oktober 2008 @ 21:00

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