Russell-ism
In einem viertägigen Kompaktseminar an der Kunsthochschule Bern, einer so genannten toolbox, erarbeiten Studierende aus verschiedenen künstlerischen Fachrichtungen mit mir gerade Begriffe von zeitgenössischen Kulturtechniken, wie der Performanz, dem Patchworken, Netzwerken. Neben intensiver Lektüre und Diskussion erforschen wir auch eine eigene Definition einer bislang noch nicht bekannten Kulturtechnik, dem Russell-ism. Benannt nach dem US-amerikanischen Musiker Arthur Russell (1952-1992), von dem vorige Woche wieder einmal eine CD mit bislang unveröffentlichten Songs aus den Siebzigerjahren erschienen ist: “Love Is Overtaking Me”. Er hat ja zu Lebzeiten kaum etwas veröffentlicht - neben seiner extensiven Walkman-Benutzung eines der Kennzeichen dieser Kulturtechnik.
Bald mehr.
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