Pop Soziologie Uni Basel
Im kommenden Sommersemester biete ich im Studiengang Soziologie an der Universität Basel ein Seminar zum Thema Pop als soziales Phänomen - Popmusikforschung zwischen Cultural Studies und Systemtheorie an.
Anlage des Seminars: Popkulturelle Phänomene wurden in der Kultursoziologie und in benachbarten wissenschaftlichen Feldern - wie den Cultural Studies, der empirischen Kulturwissenschaft, auch der Literaturwissenschaft - in ganz verschiedene Perspektiven gesetzt und damit auch auf ganz unterschiedliche Begriffe gebracht. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit einigen kanonischen Studien, die zwischen 1965 und heute veröffentlicht wurden. Auf diese Weise wird in der Lektüre der Klassiker der Popkulturforschung auch ihre Ideen- und Begriffsgeschichte erarbeitet. Nicht zuletzt geht es ausserdem darum, eine Vorstellung von der Geschichte der Popkultur und den Besonderheiten, die sie zu den jeweiligen Zeitpunkten kennzeichnete, zu entfalten.
Die Ziele: Die Studierenden werden mit kanonischen Texten der Popkulturforschung vertraut. Sie erfahren, mit welchen Forschungsansätzen und Begriffen die Popkultur bislang als ein soziales Phänomen wissenschaftlich untersucht und beschrieben wurde. Sie werden so befähigt, die verschiedenen Perspektiven auf die Popkultur zu reflektieren und fundierte Einschätzungen abzugeben, welches begriffliche Instrumentarium zur Untersuchung spezifischer Aspekte im Bereich der Kultursoziologie besonders oder weniger geeignet sind.
Darüber hinaus bekommen die Studierenden eine Vorstellung von der Geschichte des Pop zwischen 1950 und der Gegenwart.
Literatur:
Gilbert, Jeremy; Pearson, Ewan (1999): Discographies. Dance Music, Culture And The Politics Of Sound.
Hebdige, Dick (1979): Subculture. The Meaning Of Style, London: Routledge.
McRobbie, Angela (1990): Feminism And Youth Culture. From Jackie To Just Seventeen, London: Routledge.
Thornton, Sarah (1995): Club Cultures. Music, Media And Subcultural Capital, Cambridge: Polity Press.
Willis, Paul (1978): Profane Culture, London: Routledge.
Und mehr.
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