Gegen Cultural Studies in der Süddeutschen Zeitung

In der SZ von heute skizziert Thomas Steinfeld ein Dilemma, in das sich die Cultural Studies in den USA gebracht hätten:  nicht mehr zu wissen, wie weiter, da man sich immer “polemisch” gegenüber dem Gegebenen positioniert habe - und mit dem Erfolg jetzt selbst das Gegebene geworden sei. Eine Totalkritik an den Cultural Studies klingt hier an und wird auch auf den deutschsprachigen Raum bezogen. Ohne jedoch anzumerken, dass das polemische Verhältnius weder für sämtlichen US-amerikanischen Cultural Studies je galt, noch für die Studien aus Birmingham aus den Siebzigerjahren, noch für den Cultural Studies nahestehende volkskundliche Studien aus Tübingen etc.

Sehr undifferenzierter Text.

Mir fällt dazu ein: Studien, die ethnografisch vorgehen, sind fundamental unpolemisch - da sie ihre Informanten, der in der Teilnehmenden Beobachtung am eigenen Leib erfahrenen Welt gerecht werden müssen. Die meisten guten Cultural Studies-Arbeiten, die mir in den Sinn kommen, basieren auf ethnografischen Datenerhebungen.

admin, zuletzt bearbeitet am 25. September 2009 um 20:37

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