Lehrangebot

Mein Lehrangebot umfasst folgende Bereiche.

Im Bereich der Kulturtheorie biete ich zur Erarbeitung begrifflicher Grundlagen eines Verständnisses zeitgenössischer Kultur Lektürekurse zu Pierre Bourdieu, Bruno Latour, Slavoy Zizek an. Darüber hinaus die Lektüre kulturtheoretischer Klassiker wie die Studien des Ethnologen Bronislaw Malinowski und die Seminare des strukturalen Psychoanalytikers Jacques Lacan sowie junger Klassiker der Kulturtheorie, wie Judith Butlers Gender-Theorie, der Begriff der Performanz bei Erika Fischer-Lichte u. a..

Überhaupt ist meine Lehre im Bereich der Kulturtheorie an key concepts ausgerichtet.

Themenfeld: Individuum und Kollektiv Im Mittelpunkt stehen hier die Theorie des symbolischen Gabentauschs nach Mauss, Lévi-Strauss und Matthias Waltz; Latours Begriffe des Netzwerks und der Zirkulation; Pierre Bourdieus Habitusbegriff; Lacans Begriff des großen Anderen.

Themenfeld: Postcolonial Sudies / Kulturelle Integration Neben thematischen Grundlagentexten von Autoren wie Stuart Hall und Homi Bhabha wird der Gegenstandsbereich Ehrenmorde und Terrorismus erarbeitet. Im Gegensatz sowohl zum postkolonialen Dogma der Auflösung kultureller Differenzen als freilich auch zum neokonservativen Denken unvermittelbarer kultureller Gegensätze zielt das Lehrangebot ab auf eine Politik, ein Denken kultureller Zwischen-Räume, Reflexionsräume und Medien der Reflexion.

Themenfeld: Wissenskulturen Mein Lehrangebot zu Wissensgesellschaft und Wissenskultur umfasst drei Einheiten. In der ersten Einheit werden Klassiker der Wissenschaftssoziologie gelesen, deren Denken in der heutigen Wissenskulturdiskussion noch lebendig ist: Flecks Begriffe von Denkstil und Denkkollektiv sowie die Theorie des Paradigmas und der wissenschaftlichen Revolutionen bei Kuhn. In der zweiten Lehreinheit werden die für die heutige Diskussion grundlegenden Laborstudien Latours und Knorr-Cetinas aus den Siebzigerjahren erarbeitet. In der dritten Einheit geht es schließlich um die jüngeren Untersuchungen Knorr-Cetinas, Latours u.a., in deren Zentrum Vorstellungen von Übersetzungen, Assoziationen divergenter Einheiten, Objektbezüge und der Wissenskulturbegriff selbst stehen.

Themenfeld: Popularkultur Die Geschichte der Popkultur wird als Geschichte popkultureller Epochen, Subkulturen und Szenen, Ästhetiken und Rezeptionsweisen gelehrt. Paradigmatisch sind: Hippies und Rocker in der Beschreibung von Paul Willis, Mods und Punks in der Beschreibung von Dick Hebdige, New Wave in der Darstellung Diederichsens, die Mädchenkulturen in den Beschreibungen Julie Burchills und Angela Mc Robbies.

Kulturtechniken der Gegenwart Als klassische Kulturtechniken gelten das Zählen und das Schreiben. Die Kulturtechniken der Gegenwart kombinieren nicht nur Analoges und Digitales. Sie bestehen wesentlich im Performing, Branding, Netzwerken, Patchworken, Sampling. In Erscheinung treten sie im Zusammenhang mit gegenwartsspezifischen Medien, wie dem Bild, dem Netz, dem Track usw.

Medien und Ästhetik Zur Zeit: viel Roland Barthes. Schon lange: Sampling. Immer zentral: Sound.

Konzeptionen, mit denen ich hier arbeite: Reales, Imaginäres, Symbolisches. Diskurs als Wissensordnung als Bedeutungszusammenhang, Sinnzusammenhang: Referenzsystem. Encoding/Decoding - die Rolle der Rezipienten.

Ästhetische Praxis Theorie und Praxis gehören zusammen. Ich biete deshalb das Seminar Kulturjournalismus: analytisches Lesen und kreatives Schreiben an.

Qualitative empirische Kulturforschung Unterricht in den von mir verwendeten Methoden der Kulturforschung umfasst Übungen in ethnografischer Feldforschung, narrativen Interviews, dichter Beschreibung und ethnopsychoanalytischer Reflexion der Übertragungsbeziehung (nach Nadig).

jochen, zuletzt bearbeitet am 7. August 2009 um 13:05

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