Rückmeldungen
Die Reaktion einer Studierenden des Kurses key concepts der Kulturtheorie im Studiengang KKM, Münster, im Wintersemester 2008/09:
“Lieber Herr Bonz,
als eine nachträgliche positive Resonanz auf ihr Seminar “Key-Concepts”: Es sind noch keine zwei Monate seit Ende des Kurses verstrichen und ich habe schon mehrmals auf den Ordner mit den im Seminar behandelten Texten zurückgegriffen und auch Freunde von mir darauf verwiesen.
Momentan setze ich mich nochmals intensiv mit dem Text von Homi Bhabha auseinander, um ein Referat über ein Werk von Emine S. Özdamar in Germanistik vorzubereiten. Es ist immer wieder beeindruckend, wie zentral manche Texte für das gesamte Spektrum der Geisteswissenschaften sind und es ist beinahe irritierend, dass man erst so spät in seinem Studium auf sie stößt.
In diesem Sinne nochmals vielen Dank dafür!
Mit vielen Grüßen,
Karoline Kaizik”
Ein Teilnehmer aus einer journalistischen Schreibübung an der Uni Bielefeld im Frühjahr 2009 schreibt im Anschluß an die letzte Seminarsitzung, in der wir eine vorläufige Fassung des journalistischen Textes, an dem er arbeitete, besprachen:
“Ich habe zwei von den drei heutigen Kritikpunkten in meinem “Endtext” berücksichtigt und sende Ihnen diesen nun, damit sie Ihn auf den Blog setzen können. (Es handelt sich um einen Text zur Ausstellung “Stadt.Land.Pop”) Vielen Dank nochmals für das wirklich gelungene Seminar, das wegen seiner Offenheit und des entspannten Klimas wirklich fruchtbar war!”
Schluss einer Magisterabschlußklausur zum Thema Die Wissenschaftstheorie Bruno Latours im Magisterstudium Kulturwissenschaft an der Universität Bremen, Dezember 2008:
“Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet immer zirkulierende Referenz. Ist immer mit Zurückführbarkeit, Verifikation und Inskription verbunden. (…) Die Wissenschaftsforschung ihrerseits ist auch wieder Wissenschaft und somit kursiert (bei Bruno Latour - Anm. J.B.) der Forschungsbericht einer bodenkundlichen Expedition in Boa Vista nicht nur in Botanik und Geologie sondern erhält auch Einzug in die Sozial- und Kulturwissenschaften. Durch Latour setzte sich die Zirkulation über Paris fort, durch die Veröffentlichung und Übersetzung der “Hoffnung der Pandora” erweiterte sich das Netz immer mehr.
Und über Kulturwissenschaften an der Uni Bremen, das Projekt “Wissenschaft und Technologie” und Jochen Bonz konnte der Wald von Boa Vista und der ANT-Ansatz der Wissenschaftsforschung nun bis zu dieser Klausur gelangen.”
Eine Email im April 2010:
“Lieber Jochen Bonz,
ich hätte es ja nicht gedacht, aber ich werde doch tatsächlich Latour in meiner Magisterarbeit zitieren. Ich fand das Thema ja immer spannend, dachte aber, dass es mir nicht wieder begegnen würde. Meine Magisterarbeit besteht letztenendes wirklich aus einem praktischen Projekt. Ich habe für das Landesmuseum in Münster, wohin es mich aufgrund turbulenter Umstände verschlagen hat, einen Koffer entwickelt, den Familien mit in die Ausstellung nehmen und darin Spiele und Anregungen zu den Kunstwerken finden. Klingt ja erstmal nicht nach Latour. Gestern saß ich nun grübelnd über meinen Mind Maps zur Evaluation des Koffers und überlegte wie ich erklären soll, wie sich der Koffer unter dem Einfluss von Besuchern und Museum entwickelt hat. Es fehlte das richtige Wort, ich hatte ‘Ziele’ und das Museum/die Besucher hatten ‘Bedürfnisse’. Der Koffer wiederum drehte und wendete sich unter meiner Anleitung so lange bis ein Kompromiss entstand. Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen hatte und heute einen Text über Evaluation las, sah ich das Wort ‘program’. Da fiel mir augenblicklich Latour ein und der Widerspruch zwischen Zielen und Bedürfnissen ging in Programm und Gegenprogramm über und der Koffer war urplötzlich eine Technik, die den Wiederspruch auflöst. Wunderschön.
Ich dachte mir, diesen Latourschen Moment muss ich mit Ihnen teilen. Einfach, weil ich glaube, dass es Sie freut und außerdem, um mich für Ihre Lehre zu bedanken, die immer mit so viel Begeisterung vonstatten ging und offenbar lange nachhallt.
Mir der Freude über diese Idee werde ich jetzt noch ein bisschen weiterschreiben.
Es grüßt Sie ganz herzlich
Inga Janßen”
1 Kommentar »
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Hi Jochen,
hier ein interessanter Beitrag zu Vuvuzelas, soeben bei pitchfork.com entdeckt:
http://pitchfork.com/features/columns/7825-the-out-door-5/
Best,
Florian