Russell-ism

Im November 2008 leitete ich an der Hochschule der Künste Bern einen Kulturtheorie-Workshop. Seinen Gegenstand bildeten sowohl zeitgenössische kulturtheoretische Konzeptionen als auch aktuelle kulturwissenschaftliche Untersuchungen, Michael Bulls Walkman-Studie und Stefanie Menraths Ethnografie einer HipHop-Szene.

Da wir vier ganze Tage am Stück zur Verfügung hatten und die Gruppe sehr klein war, ergab sich ein sehr intensives Arbeiten.
Es war so produktiv, dass wir nebenbei noch eine Kulturtechnik entdeckten - den Russell-ism.

Benannt nach dem US-amerikanischen Musiker Arthur Russell (1952 - 1992) bezeichnet Russell-ism eine performative Kulturtechnik. Ihr unmittelbares semantisches Umfeld bilden andere Verfahren zur Erzeugung von Sichtbarkeit oder Atmosphäre, wie das Sampling nach Eshun (1999), das Rendering nach Chion (1994), der Groove in Diedrich Diederichsens (1995) Definition oder auch die Idee der Artikulation in der Akteur-Netzwerk-Theorie Bruno Latours (2002).

Russell-ism, die im Seminar entstandene ausführliche Skizze.

Jetzt veröffentlicht “This Time, Dad, You’Re Wrong”, ein Russell/Russell-ism-Artikel von mir in SKUG 77.

admin, zuletzt bearbeitet am 23. Januar 2009 um 11:26

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